- Heterogener Wohnungsmarkt -

Der deutsche Immobilienmarkt weist laut einem Bericht von Cash.Online aktuell zwei Tendenzen auf: Während einerseits hohe Leerstände in ländlichen Regionen, vor allem in den neuen Bundesländern festzuhalten sind, wird in den Metropolen der Wohnraum knapp. Auch die Zentren und zentrumsnahe Stadtviertel vieler Großstädte sind von der Verknappung betroffen. Der Trend zur Urbanisierung und auch zur Singularisierung spielt hierbei eine wichtige Rolle und beeinflusst den Immobilienmarkt nachhaltig. So ist Wohnraum in Zentrumsnähe gefragter und demzufolge auch teurer denn je. Besonders betroffen von den starken Preiszuwächsen sowohl im Miet- als auch im Kaufsegment sind laut den Miet- und Kaufpreisrankings von Empirica die zugleich auch teuersten Städte Deutschlands: Frankfurt, München, Hamburg und Düsseldorf.

Sachsen wies im Jahr 2011 einen vergleichsweise hohen Leerstand von 12,5 Prozent bei Etagenwohnungen und 13 Prozent im Bereich der Eigenheime auf. Hierbei sollte allerdings beachtet werden, dass Wohnraum vorrangig in Gebieten verfügbar ist, der für viele Zielgruppen nur wenig attraktiv scheint. In den gefragten Lagen und zentrumsnahen Stadtvierteln zeichnet sich hingegen ein anderes Bild. Auch in Bezug auf die Mietsteigerungen und die wachsenden Preise für Eigentum ist die Differenzierung städtischer und ländlicher Viertel notwendig und sollte berücksichtigt werden.

Die heterogene Formung des Wohnungsmarktes und auch die starken Preisanstiege haben dabei verschiedene Ursachen. Durch die zunehmende Urbanisierung bei gleichzeitiger Verkleinerung der Haushalte und Zunahme von Singlehaushalten, steigt die Nachfrage nach Wohnraum in den Großstädten und gefragten Lagen erheblich. Doch nicht nur dieser demografische Umstand ist für die momentane Entwicklung relevant, auch der zu geringe Wohnungsneubau in den vergangenen Jahren trägt zur aktuellen Lage auf dem Wohnungsmarkt bei. Der momentan stattfindende und gezielte Neubau von Wohnungen dämpft aber laut IVD bereits das Mietwachstum in einigen Regionen.

Für die nächsten Jahre ist zwar ein weiterer Anstieg der Miet- und Kaufpreise anzunehmen, dieser wird jedoch eher moderat verlaufen und sich nach und nach verlangsamen. Die Heterogenität des Wohnungsmarktes wird weiterhin bestehen und sich verfestigen. Infolge der vergleichsweise stabilen deutschen Wirtschaft werden zukünftig wohl auch vermehrt Investoren aus dem Ausland auf dem deutschen Markt investieren.

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