Kosten beim Immobilienkauf – Grundlegende Infos und wichtige Tipps

Eine eigene Immobilie mit einem kleinen Grundstück in der Nähe der City und mit guter Verkehrsanbindung – das ist der Traum vieler Menschen, die sich aus beengenden Mietverhältnissen befreien und endlich in eine Eigentumsimmobilie umziehen möchten. Mit den eigenen Wunschvorstellungen im Gepäck und einem gewissen Maß an Flexibilität, dauert es meist nicht lang, bis das passende Objekt gefunden ist. Doch bevor der Kauf letztendlich abgeschlossen und der Umzug organisiert werden kann, muss zunächst die Finanzierung des Immobilienkaufs auf die Beine gestellt werden. Schließlich verfügen die meisten Immobiliensuchenden nicht über ausreichend Kapital, um den Kauf eines Objekts ganz nebenbei vom Ersparten bezahlen zu können.

Um eine Finanzierung vernünftig planen zu können, ist zunächst einmal eine Aufstellung der Kosten für den Immobilienkauf notwendig. Oft steht nur der Kaufpreis im Fokus und viele andere Posten, welche die gesamte Finanzierungssumme in die Höhe treiben, bleiben außen vor. Das führt früher oder später zu einem bösen Erwachen, wenn die ursprünglich berechnete Finanzierung plötzlich nicht mehr ausreicht. Aus diesem Grund haben wir nachfolgend alle größeren Posten bezüglich der Kosten beim Immobilienkauf zusammengestellt. So erhalten Sie einen informativen Überblick darüber, was Sie bei der Aufstellung Ihrer Finanzierung alles berücksichtigen müssen. Falls Sie weitere Hinweise oder eine nähere Beratung bezüglich einer Immobilien Finanzierung Leipzig benötigen, stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung.

Der Kaufpreis: Wichtiger Posten bei den Kosten für den Immobilienkauf

Den größten Anteil an den Gesamtkosten, die in Bezug auf die Kosten für den Immobilienkauf berücksichtigt werden müssen, nimmt der Kaufpreis des Objektes für sich ein. Je nach Region und Lage kann von einem unterschiedlichen Kaufpreis pro Quadratmeter ausgegangen werden. Das Alter der Immobilie sowie auch der Zustand spielen selbstverständlich ebenfalls eine Rolle. Weiterhin entscheiden die Größe der Wohnung oder des Hauses sowie auch die des Grundstücks darüber, wie hoch Käufer gegebenenfalls in die Tasche greifen müssen. Sie sind kein Immobilienexperte und kennen sich mit den regionalen Preisen nicht aus? Dann sollten Sie einem veranschlagten Kaufpreis nicht einfach blind vertrauen. Wer einen Immobilienverkauf Leipzig über die Bühne bringen möchte, hat selbstverständlich einen Wunschpreis, den er für sein Objekt erhalten will. Dieser Wunschpreis hat jedoch nicht immer etwas mit der Realität zu tun. Wer eine Immobilie kaufen möchte, sollte dementsprechend prüfen, ob der angesetzte Preis gerechtfertigt ist. Neben der Zusammenarbeit mit einem vertrauenswürdigen Makler empfiehlt sich ein externer Gutachter. Dieser wird nach einem im Vorfeld vereinbarten Honorar bezahlt, welches wiederum bei den Kosten für den Immobilienkauf berücksichtigt werden muss.

  • Kaufpreis bestimmt den Löwenanteil bei der Finanzierung
  • Kaufpreis sollte geprüft werden
  • Prüfung durch Gutachter steigert die Kosten zusätzlich

Die Nebenkosten beim Kauf: Vom Makler bis zum Notar

Mit der Begleichung des Kaufpreises für eine Immobilie ist es leider im Normalfall nicht getan: Wer ein Einfamilienhaus als Neubauimmobilie oder auch ein bereits bestehendes Objekts als Bestandsimmobilie erwirbt, der muss mit einer ganzen Reihe von Nebenkosten rechnen. Diese werden in jedem Fall fällig und müssen dementsprechend bei den Kosten für den Immobilienkauf einberechnet werden. De facto sind dies unter anderem die folgenden Posten:

  • Maklerprovision
  • Honorar für den Notar
  • Grundbucheintrag
  • Grunderwerbssteuer

Diese vier Posten werden immer dann fällig, wenn Immobiliensuchende fündig werden und sich mit dem Verkäufer auf einen Kaufpreis einigen können. Sämtliche Posten lassen sich im Voraus relativ gut kalkulieren, weshalb es umso wichtiger ist, diese bei der Kostenberechnung für die Finanzierung zu berücksichtigen. Hat ein Immobiliensuchender zusammen mit einem Makler gearbeitet, der nicht nur das passende Objekt für ihn gefunden, sondern ihn auch in verschiedener Hinsicht beraten hat, dann bekommt dieser Makler für seine Arbeit eine Provision. Diese berechnet sich in Abhängigkeit vom Kaufpreis und liegt in der Regel zwischen drei und sieben Prozent. Auch die Kosten für den Notar, der den Kaufvertrag prüft und beurkundet, berechnet sich anhand der Höhe der Kaufsumme: In der Gebührenordnung wird häufig ein Betrag festgelegt, der ungefähr 1.5% des Kaufpreises beträgt. Dieser Posten ist vom Käufer zu tragen. Dasselbe gilt für die Grunderwerbssteuer, deren Höhe je nach Bundesland variiert. Zwischen 3.5% und 6.5% des Kaufpreises müssen als Grunderwerbssteuer bezahlt werden.

Tipp: Die Grunderwerbssteuer richtet sich tatsächlich ausschließlich nach dem Wert der Immobilie. Zusätzliche Anlagen wie beispielsweise ein Swimming Pool im Garten oder eine Sauna im Keller, werden zwar vom Käufer mitbezahlt, haben aber mit dem Wert der Immobilie nur peripher etwas zu tun. Diese Beträge lassen sich bei der Grunderwerbssteuer eventuell herausrechnen, wodurch sich ein beachtliches Einsparpotential ergeben kann.

Neben der Maklerprovision, dem Honorar für den Notar und der Grunderwerbssteuer ist auch der Grundbucheintrag mit zusätzlichen Kosten verbunden. Diese werden in einer Gebührenordnung exakt festgelegt und liegen meist bei 0.5% des gesamten Kaufpreises.

Nach dem Kauf ist vor dem Kauf: Weitere Kosten beim Immobilienkauf

Wer denkt, dass an dieser Stelle sämtliche Faktoren in Bezug auf die Kosten für den Immobilienkauf abgedeckt wären, der irrt leider. In den meisten Fällen müssen bei der Planung der Finanzierung zusätzlich verschiedene Anschlusskosten berücksichtigt werden. Diese beziehen sich unter anderem auf vor dem Umzug anstehende Reparaturen, Modernisierungsmaßnahmen oder auch Umbauten. Im Erdgeschoss werden neue Fenster benötigt und der Dachboden soll möglichst noch vor dem Einzug zum Kinderzimmer ausgebaut werden? Diese Kosten sind bei der Aufstellung der eigenen Finanzierung unbedingt einzuplanen. Auch weitere Sanierungsmaßnahmen, die unter Umständen in den kommenden Jahren anstehen, gilt es direkt zu kalkulieren. Als reine Sparmaßnahme wird in der Regel empfohlen, dass pro Monat pro Quadratmeter 0,50 Euro bis 1,00 Euro an Rücklagen zu bilden ist.

Ein weiterer wichtiger Faktor, der bei der Aufstellung eines Finanzierungsplans viel zu häufig vernachlässigt wird: Die Nebenkosten, die für den Kredit fällig werden. In Abhängigkeit davon, ob Sie sich für eine Teilfinanzierung oder eine Vollfinanzierung entscheiden, werden verschiedene Zinsen und auch Kontogebühren fällig. Diese summieren sich nicht nur in Bezug auf die Gesamtlaufzeit, sondern können monatlich sehr stark ins Gewicht fallen. Nur wer geschickt kalkuliert, stellt in diesem Zusammenhang eine Finanzierung auf die Beine, die wirklich zum Erfolg führt. Wenn wir Ihnen hierbei behilflich sein dürfen oder Sie eine ganz konkrete Immobilienberatung wünschen, freuen wir uns über eine unverbindliche Kontaktaufnahme.