Die Handballerinnen des HC Leipzig sind mit einem Überraschungs-Erfolg in die Hauptrunde der Champions League gestartet.

Am Freitagabend bezwang das Team von Trainer Norman Rentsch in eigener Halle den Favoriten Vardar Skopje aus Mazedonien mit 26:23 (13:10). Vor 1977 Zuschauern war Kapitän Karolina Kudlacz mit sieben Treffern am erfolgreichsten.

Der HCL musste auf Anne Hubinger verzichten, die mit einem Infekt im Bett lag. Doch das hinderte Leipzig nicht, von Beginn an auf Augenhöhe zu agieren. Zwar musste sich das Rentsch-Team seine Tore schwerer erarbeiten, war aber nicht aus der Ruhe zu bringen. Dabei vergab der Gastgeber sogar noch einige Chancen zur Führung. Nach 13 Minuten riss der Faden beim 4:6 kurz ab.

Doch dank einer Weltklasse-Torhüterin Katja Schülke war Leipzig beim 6:6 wieder gleich auf. Der HCL war im Vergleich zum Buxtehude-Spiel (20:24) am Dienstag, nicht wiederzuerkennen. Skopje nahm die erste Auszeit des Spiels. Doch in Überzahl verpasste es Leipzig, das erste Mal in Führung zu gehen.

In der 22. Minute war es dann soweit, nach einem geblockten Ball lief Alexandra Mazzucco den ersten HCL-Konter des Spiels und verwandelte zur ersten Führung – 8:7. Auch ihr zweiter Konter zum 9:8 saß. Weil Schülke im Tor kaum noch zu überwinden war und allein in der ersten Halbzeit mit sechs Paraden glänzte, erhöhte ihr Team sogar in Unterzahl auf 12:9. Nach 28 Minuten und beim 12:10 nahm Rentsch seine erste Auszeit – 13:10 der Halbzeitstand.

Direkt nach Wiederanpfiff erhöhte der HCL auf 15:11 – die Mazedonierinnen nahmen erneut eine Auszeit. Mit zwei Kontern in Folge hielten die Blau-Gelben die Gäste auf Abstand. Nach einer Zwei-Minuten-Strafe für Helena Hertlein kam der Final-Four-Teilnehmer der vergangenen Saison auf 18:16 heran.

Aber Leipzig blieb cool und zog wieder auf 20:16 davon. Skopje nahm nun Karolina Kudlacz und Saskia Lang in die direkte Deckung. Beim 21:19 versuchte es Rentsch mit seiner zweiten Auszeit. Es blieb auf beiden Seiten eine Abwehrschlacht. Als Leipzig nach 54 Minuten auf 24:19 erhöhte schien die Sensation zum Greifen nah. Doch Hertlein sah die dritte Zeitstrafe und damit die Rote Karte. Skopje verkürzte auf 24:22, da waren noch zweieinhalb Minuten auf der Uhr. Per Siebenmeter erhöhte Kudlacz auf 25:22. Michelle Urbicht sorgte beim 26:23 für die Entscheidung.

Quelle: www.lvz-online.de & www.hc-leipzig.de